VDI Richtlinie 6032
Spätestens nach zwei Jahren sollte der Innenraumfilter bei einem Auto gewechselt werden. Stark belastende Klima- und Betriebsbedingungen wie Fahrten in der Innenstadt verkürzen sogar das Wechselintervall des Filters. Diese Forderungen stammen aus der neuen Richtlinie 6032 des Vereins deutscher Ingenieure (VDI), die seit Februar 2004 als Weißdruck vorliegt. Ein ehrenamtlicher VDI-Ausschuss hat innerhalb von zwei Jahren diese Richtlinie ausgearbeitet, die unter anderem Hygiene- und Wartungsanforderungen an die Lüftungstechnik und Luftbehandlungsanlagen bei Pkws definiert. Generell fordert VDI 6032 den Einsatz von Innenraumfiltern bei Personenkraftwagen. Als einziger Filterhersteller war Freudenberg Vliesstoffe in dem Richtlinienausschuss vertreten. Der Filterspezialist stellte dem Gremium sein umfassendes Know-how zur Verfügung.
Filter wechsle’ dich
Je nach Belüftungssystem im Pkw gibt es Unterschiede beim Filtereinsatz:
Bei Fahrzeugen mit Klimaanlage fordert der VDI den Einsatz eines Innenraumfilters – Partikel-
oder Kombifilter – zum Reinigen der Außenluft. Für Lüftungsanlagen
ohne Klimaanlage ist laut VDI eine Innenraumfilterung dringend zu empfehlen.
Generell gilt: Belüftungsanlagen dürfen durch ihren Betrieb
die Luftqualität nicht verschlechtern. Daher ist neben den konstruktiven
Anforderungen an die Belüftungsanlage der Einsatz eines Innenraumfilters
notwendig.
VDI 6032 schreibt einen Mindest-Abscheidegrad bei Innenraumfiltern gegenüber
Partikeln vor. Die hohe Filterleistung sorgt dafür, dass die in
den Innenraum geleitete Luft in hohem Maße von Partikeln gereinigt
wird. Darüber hinaus verringert sich deutlich die Gefahr der Verschmutzung
der Aggregate.
Bei der Wartung des Filters und der Lüftungsanlage im Pkw sind laut
VDI 6032 folgende Punkte zu beachten: Sichere und leichte Montage
des Innenraumfilters durch qualifiziertes Fachpersonal sowie die fachgerechte
Reinigung des Lufteintritt-Kanals im Fahrzeug. Des Weiteren muss das
Datum des letzten Filterwechsels sichtbar dokumentiert sein. Ein Innenraumfilter
soll so konstruiert sein, dass die mechanische Belastung sowohl bei der
Montage als auch während des Betriebs die Filterfunktion nicht beeinträchtigt.
Dieser Forderung werden in erster Linie die vom Fahrzeughersteller getesteten
Originalteile gerecht.
Unter Leitung von Prof. Dr. Schata, Leiter Institut Gesundheitsforschung und Hygiene Düsseldorf, definierten die Vertreter aus der Schiffbau-, Schienenfahrzeug-, Automobilindustrie sowie Klimaanlagenhersteller, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen wie das Institut für Hygiene und Luftreinheit der TU Berlin die Richtlinie. Diese ist über den Berliner Beuth Verlag zu beziehen.

