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Ganzheitliches Energiemanagement bei Freudenberg

Den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu senken, ist eine der vorrangigen Forderung der aktuellen Klimaschutzdebatte.

Investitionen im Energiebereich stärken den Klimaschutz und erhöhen die Energieeffizienz.

Weinheim. 21. August 2007: Den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu senken, ist eine der vorrangigen Forderung der aktuellen Klimaschutzdebatte.

Mit der Umstellung der Dampf- und Stromversorgung im Industriepark Weinheim auf reine Erdgasfeuerung in der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) hat Freudenberg die CO2-Emissionen innerhalb von 15 Jahren mehr als halbiert. Ins-gesamt sanken sie von 160.000 t/a im Jahr 1990 auf 75.000 t/a im Jahr 2006. Damit hat das Weinheimer Unternehmen das für die deutsche Industrie festgelegte Emissi-onsziel von minus 21 % deutlich übertroffen.

Im Industriepark Weinheim sind 40 Produktions- und Dienstleistungsgesellschaften angesiedelt. Der Standortbetreiber, Freudenberg Service KG, kümmert sich um alle infrastrukturellen Einrichtungen und bietet den Kunden eine umweltverträgliche und wirtschaftliche Versorgung des Standortes mit Energie.

Energiemanagement bei Freudenberg
Heinz Mergel, Leiter der Industrieparkbetriebe der Freudenberg Service KG, und sein Team stellen das ganzheitliche Energiemanagement, das beispielhaft von anderen Industrieunternehmen in Deutschland eingesetzt werden kann, auf drei Säulen:

  • Optimierung der Energiebeschaffungsstrategien
  • Modernisierung des Industriekraftwerks
  • Umsetzung von Energieeffizienzprojekten

„Es ist der ganzheitliche Ansatz, der den Erfolg des Energiemanagementkonzeptes ausmacht“, unterstreicht Heinz Mergel. „Wir nutzen alle technischen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten, die zur Energieeinsparung und zur optimierten Ener-gieerzeugung beitragen. Dabei sind wir immer auf der Suche nach neuen Ideen“.

Beschaffungsstrategie spart Geld und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit
Die Preise für Strom und Gas sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Allein im Jahr 2005 zahlten Industriekunden rund 50 % mehr. Die Beschaffung von Strom, Gas und Wasser ist ein entscheidender Kostenfaktor eines Produktionsstandortes. Durch die Bündelung der Strommengen aller 18 Standorte in Deutschland und eine strukturierte Beschaffung, werden signifikante Einsparungen erzielt. Zum Beispiel werden die hohen Schwankungen des Strompreises mit dem Einkauf von Teilmen-gen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bestmöglich genutzt, im Gegensatz zu einem Vollversorgungsvertrag zu einem festen Zeitpunkt.

Im Industriepark Weinheim wird der größte Teil des Strombedarfs über das Industrie-kraftwerk auf KWK-Basis mit Gas- und Dampfturbinentechnik abgedeckt. Zusätzliche Bedarfsmengen werden mit einem Portfolio-Management von der Strombörse in Leipzig über einen externen Dienstleister beschafft. Dieser Dienstleister veräußert umgekehrt auch den Überschussstrom aus dem eigenen Kraftwerk. Dies bedeutet hohe Flexibilität und wirtschaftliche Strombeschaffung für den Industriepark Wein-heim.

Modernisiertes Kraftwerk liefert Beitrag zum Klimaschutz
Heute kann Freudenberg fast 100 % des jährlichen Strombedarfs aller Unternehmen im Industriepark selbst decken. Das sind insgesamt 110.000 MWh. Die Anlage arbei-tet in zwei Blöcken mit vielen Vorteilen. Während der eine Block zum Beispiel gewar-tet wird, liefert der andere weiter Strom und Dampf. Von der Modernisierung im ver-gangenen Jahr profitiert auch die Umwelt. Lag der Kohlendioxidausstoß im Jahr 1990 noch bei 160.000 t/a, sind es heute nur noch 75.000 t/a, also rund 50 % weni-ger. Dies resultiert aus der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme, dem KWK-Prozess.
„Das eigene Kraftwerk zu betreiben, bedeutet größere Unabhängigkeit vom Strom-markt, erhöhte Versorgungssicherheit, einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz und attraktive wirtschaftliche Energiepreise“, betont Heinz Mergel. Würde das Unter-nehmen nur die benötigte Wärme erzeugen und den Strom komplett von außen be-ziehen, läge der CO2-Ausstoß um ein Drittel höher – bei 115.000 t/a.

Durch die Investition in neue Gas- und Dampfturbinen sowie in einen Spitzenlastkes-sel konnte die Wirtschaftlichkeit deutlich gesteigert werden. So erhöhte sich der Pri-märenergienutzungsgrad von 81 auf 86 %. Zudem verbesserten sich die Verfügbar-keit der Anlagen und damit die Versorgungssicherheit für die Produktionsbetriebe.

Beispielhafte Projekte Die Lederer GmbH, ein Unternehmensteil der Freudenberg Dichtungs- und Schwin-gungstechnik mit 160 Mitarbeitern, setzt beispielsweise Produktionsabwärme statt Erdgas ein. Damit beheizt sie unter anderem ihre Gebäude und reduziert die elektri-sche Zusatzheizung auf wenige Stunden im Jahr. Das spart pro Jahr 13.000 Euro ein. Die erforderlichen Investitionen von etwa 19.000 Euro haben sich bereits nach eineinhalb Jahren amortisiert. Zudem deckt das Unternehmen heute einen hohen Anteil des Nachspeise- und Kühlwassers durch die verstärkte Nutzung von Regen-wasser aus der Zisterne, was zu einer weiteren Kostenreduzierung von 5.000 Euro pro Jahr führt. Die dafür notwendigen Investitionen von zirka 17.000 Euro rechnen sich nach drei Jahren. Positiver Effekt dieser Maßnahmen: Der CO2-Ausstoß verrin-gert sich um 73 Tonnen pro Jahr.

Mit Lastmanagement Bereitstellungskosten senken Es sind mitunter nur wenige Minuten, in denen ein Unternehmen wesentlich mehr Energie verbraucht als bei normalem Betrieb. Bestimmte Anlagen lassen sich jedoch kurzfristig abschalten, ohne den Betriebsablauf oder die Produktqualität zu beein-trächtigen. Mit einem ausgeklügelten Lastmanagement lässt sich der Verbrauch ins-gesamt unter einem bestimmten Grenzwert halten und vermeidet somit teure Last-spitzen. Mit Hilfe exakter Verbrauchsmessungen und Ist-Analysen filtern die Energie-spezialisten von Freudenberg die Lastspitzen heraus.

Auch in Zukunft führend in Sachen Energie Um weitere Einsparungsmöglichkeiten zu finden, führt das Unternehmen an allen deutschen und europäischen Standorten Energieaudits durch. Denn durch ganzheit-liches Energiemanagement will Freudenberg auch künftig den Energieverbrauch, Schadstoffausstoß und die Kosten weiter reduzieren.

Über Freudenberg Die Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim, ist ein diversifiziertes Familienun-ternehmen mit Aktivitäten in den Bereichen Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte, Chemical Specialities, Bausysteme sowie IT-Dienstleistungen. Die Freudenberg Service KG mit Hauptsitz in Weinheim ist Betreiber der Industrie-parks in Weinheim und Neuenburg/Baden und bietet zusätzlich Dienstleistungen für Instandhaltung, Montage und Sicherheitsprüfungen, Verlagerung von Maschinen und Anlagen, Serviceleistungen rund um das Gebäude, Messeauftritte, Ausstellungsräu-me sowie Werksverpflegung, Gästebewirtung- und Cateringservice. Der Dienstleister beschäftigt ca. 700 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro.

Kurzprofil Heinz Mergel Heinz Mergel ist seit 2004 für den Betrieb des Industrieparks Weinheim verantwort-lich. Der Wirtschaftsingenieur begann seine berufliche Laufbahn 1986 bei Freuden-berg im Fachbereich Energie. Als anerkannter Fachmann ist er unter anderem Vor-sitzender des Ausschusses Brennstoff und Wasser beim Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) sowie Mitglied und Referent im Arbeitsausschuss Energie des Landesverbandes der Baden-Württembergischen Industrie (LVI).

Weitere Informationen: für Fachfragen:

Cornelia Buchta-Noack Heinz Mergel
Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft Freudenberg Service KG
Externe Kommunikation Leiter Industrieparkbetriebe
Tel. 06201 80-4094 Tel. 06201 80-4051
Fax 06201 88-4094 Fax 06201 88-4015
cornelia.buchta-noack@freudenberg.de heinz.mergel@freudenberg.de

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Informationen für Kunden:
Freudenberg Filtration Technologies KG
Martin Berger
D- 69465 Weinheim
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Fax: +49 6201/ 88 5089
Mail:martin.berger@freudenberg-nw.com

 

Pressekontakt:
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Leipziger Straße 59
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